Was kann ich tun?

Sprechen Sie mit Ihrem Kind offen über das Stottern und über die Schule. Fragen Sie, ob und welche Probleme es in der Schule gibt und wie Sie ihm helfen können. Ermutigen Sie Ihren Sohn / Ihre Tochter sich am Unterricht zu beteiligen und sich nicht zu ver­stecken. Suchen Sie in Absprache mit Ihrem Kind auch das Gespräch mit den Lehrkräften, bringen Sie ihnen z. B. unsere Flyer und Broschüren als Informationsmaterial mit.

Verlassen Sie sich nicht darauf, dass in der Schule das Stottern Ihres Kindes unweigerlich bemerkt wird oder darauf, dass Lehrkräfte ohne Information erkennen können, ob und wie Ihr Kind dadurch belastet wird. Stotternde Kinder und Jugendliche entwickeln ausgefeilte Strategien, um all das zu verbergen. Ihre Tochter / Ihr Sohn kann in der Schule nur dann angemessen unterstützt und eventuelle Nachteile können ausgeglichen werden, wenn Klarheit darüber besteht und Gespräche miteinander geführt werden.

 


Unterstützung durch Stottertherapeut/in

Informationen darüber, wie der Nachteilsausgleich für stotternde Schüler/innen generell in die Wege geleitet und umgesetzt werden kann, finden Sie unter dem Punkt „Nachteilsausgleich“.

Meist hilft es, die Stotter­therapeutin bzw. den Stotter­therapeuten Ihres Kindes einzubeziehen. Deren Unter­stützungs­angebot kann von einem Telefonat oder Schulbesuch bis hin zu einer schriftlichen Stellungnahme reichen. Dabei geht es vor allem darum, die individuellen Belastungen, die Ihr Kind durch sein Stottern im Unterricht erlebt, fachlich zu erläutern und Lehrkräften aufzuzeigen, welche pädagogischen Maßnahmen und Verhaltensweisen hier positiv wirken und welche eher kontraproduktiv wären. Diese Informationen können den Zugang zur Problematik verbessern und die Umsetzung des Nachteilsausgleichs erleichtern.

Alles klar ...

Viele Menschen glauben, sie wüssten was Stottern ist, warum ein Mensch stottert und sogar, wie es „weggeht“ – das betrifft sowohl Mit­schüler/innen als auch Lehr­kräfte und die eigenen Angehörigen. Oft wird auch der Leidens­druck unterschätzt, unter dem Be­troffene stehen können. Es steckt kein böser Wille dahinter, aber das Denken und Ver­halten gegenüber Ihrem stotternden Kind wird davon negativ beeinflusst.

Wir möchten Sie ermutigen, sich als Eltern aus­führlich zu informieren, damit Sie mit aktuellem Wissen die alten Vorurteile entkräften können.

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